Alp the Horn !

 

Alphornspielen an den schönsten Orten der Welt

Einem Schweizer ist das Alphorn quasi in die Wiege gelegt und trotzdem ist es kein leicht zu erlernendes Instrument. 2011 habe ich quasi bei Null mit Lernen begonnen, da ich vorher noch nie ein Blasinstrument gespielt habe. Ein Jahr lang habe ich überhaupt nur vier Töne gespielt und dann bei fast täglichem Üben, Schritt für Schritt, von Jahr zu Jahr, den Tonumfang vergrössert und die Technik verbessert. Eigentlich ist das Alphorn nur ein sehr, sehr langer Lautsprecher. Eine winzige Lippenbewegung erzeugt den Klang und füllt ein ganzes Bergtal.

 

Begonnen habe ich auf einem klassischen Alphorn aus Holz. Traditionell wird das Alphorn aus Fichtenholz hergestellt, mit Peddigrohr umwickelt und ist dreiteilig zerlegbar.

​​Aus "Transportgründen" habe ich 2014 aber auf das nur 1.2 kg leichte Swiss Carbon-Alphorn umgestellt. Es nennt sich AlpFlyingHorn, wird in der Schweiz hergestellt und ist 12-teilig. Erfunden und Entwickelt wurde es von Roger Zanetti, einem der Mitbegründer von Mummenschanz. Zusammengeschoben passt es in einen 35L Wanderrucksack und begleitet mich auf all meinen Reisen, Ausflügen und Wanderungen, ohne "ins Gewicht" zu fallen.

Unterwegs werde ich immer wieder gefragt, ob ich für spezielle Anlässe spielen würde. Das ist durchaus möglich, hängt aber sehr vom Anlass und dem Spielort ab. Denkbar wäre z.B. eine Geburtstagswanderung an einen akustisch besonderen Ort, eine Klettertour mit Alphornbegleitung, Bootsfahrt im Salzkammergut...

Mehr Infos über Mathis Barz siehe auch:   www.barz.at    www.barzastic.com

AlpFlyingHorn - und so sieht das Carbon Alphorn zerlegt aus:

Swisscarbonalphorn, Alpflyinghorn, Carbonalphorn, Alphorn
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Magical Echo Places

Die Welt ist voller fantastischer Spielorte, deren Akustik einem vorkommt, wie wenn man in einer gigantischen Kathedrale spielen würde. Orte mit einem unglaublichen Echo, wie wenn

ein zweites Horn antworten würde und Orte mit einer Nachhallzeit von bis zu 10 Sekunden!! Hier eine Auflistung meiner Top Echo Orte:

 

  • Öeschinensee bei Kandersteg, Berner Oberland, Schweiz

  • Vorderer Lahngangsee bei Gössl, Salzkammergut, Österreich

  • Hinterer Langbathsee bei Ebensee, Salzkammergut, Österreich

  • Adamekhütte, Gosaugletscher, Dachstein, Österreich

  • Oberer Ring, Hochschwab, Steiermark, Österreich

  • Grosses Höllental, Rax, Steiermark, Österreich

  • Toplitzsee, Salzkammergut, Österreich

  • Pragser Wildsee, Dolomiten, Italien

  • Div. Bergseen, Hohe Tatra, Slowakei

  • Thalhofertal, Peilstein, NÖ, Österreich

  • Semperithalle, Traiskirchen, NÖ, Österreich

  • Reisterrassen Petitenget, Bali, Indonesien

  • Breitenfelderkirche, Wien

 

Technik

Obschon das Alphorn üblicherweise aus Holz hergestellt wird, zählt es wegen seinem Mundstück zu den Blechblasinstrumenten. Das Mundstück ist in seiner Form ähnlich

dem einer Trompete oder Posaune. Die Tonhöhe wird ausschliesslich mit unterschiedlicher  Lippenspannung erzeugt. Die ins Mundstück eingeblasene Luft wird durch die vibrierenden Lippen in Schwingung versetzt und vom Alphornrohr & Becher verstärkt. Damit gelingt es nur durch simple Lippenbewegungen ein ganzes Tal mit Klang zu erfüllen!!

 

Naturtonreihe & Stimmung

Das Alphorn ist ein Natur-Ton-Instrument. Da es keine Klappen oder Ventile hat, kann nur die Naturtonreihe gespielt werden. Im tiefen Tonbereich sind die Töne weit auseinander und rücken in der Höhe immer näher zusammen. Der Tonumfang beträgt bei einem durchschnittlichen Spieler 12 Töne aufgeteilt auf beinahe 3 Oktaven. Mit der Naturtonreihe kann nicht jede Melodie gespielt werden. Happy Birthday z.B. kann man wegen fehlender Töne nicht spielen. Spielen kann man aber: By the Rivers of Babylon, Oh my Darling, Amazing Grace und vieles mehr. Die Stimmung des Alphorns hängt jeweils von seiner Länge ab. In Österreich und Deutschland ist das Alphorn meistens in F gebräuchlich - Länge 368 cm, in der Schweiz wird es in Fis/Ges - Länge 347 cm, gespielt.

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Geschichte

Das Alphorn diente Hirten in den Bergen als Lock-Instrument um das Vieh zu rufen und auch

als Signal- und Verständigungs-Instrument von Alp zu Alp. Es kommt in vielen Kulturen vor.

In Alpenländern bis ins Abendland und nach Asien finden sich Alphörner in unterschiedlichsten Formen und Längen. Vom Schweizer Alphorn, zum steirischen Wurzhorn bis hin zum tibetischen Dungchen. Im 18. Jahrhundert geriet das Alphorn fast in Vergessenheit, da die verarmten musizierenden Hirten in den Städten es im 17. Jahrhundert in Verruf brachten und es als Bettelhorn verspottet wurde. Doch die Romantik und die Touristen in den Schweizer Alpen brachten im 19. Jahrhundert die Folklore und auch das Alphorn zum Blühen. Heute gilt in der Schweiz das Alphorn und das Schweizer Taschenmesser neben Käse und Schokolade als das Nationalsymbol.

 

Das längste Echo der Welt

Ein stillgelegtes unterirdisches Treibstofflager in den schottischen Highlands darf für sich in Anspruch nehmen, der Ort mit dem längsten Echo der Welt zu sein. Das ergab ein Akustik-Test, den Wissenschafter der Universität Salford in der Tunnelanlage von Inchindown durchführten. Der Pistolenschuss hallte eine Minute und 52 Sekunden nach! Und das ist Weltrekord! Die Anlage mit ihren Treibstofftanks wurde in den späten 30er Jahren im Zuge von Kriegs-vorbereitungen eingerichtet. Sie ist mittlerweile stillgelegt, stand aber noch während des Falklandkrieges von 1982 voll im Einsatz. Einer der Tunnel haben ein Ausmaß von etwa

200 x 9 x 13,5 Metern, ihre Wände sind 45 Zentimeter dick. Das Forscherteam um Trevor Cox ließ in einem solchen Tunnel bei einem Drittel der Länge einen Pistolenschuss abfeuern und maß auf der gegenüberliegenden Seite mit Mikrophonen, wie lange der Schuss nachhallte.

Das Ergebnis: Eine Minute und 52 Sekunden - ein neuer Weltrekord. Der bisherige Rekord, festgestellt bei einem Versuch im Hamilton-Mausoleum in Lanarkshire, stammt noch aus dem Jahr 1970 und wurde um 15 Sekunden übertroffen. Der Nachhall im Taj Mahal beträgt ca. 20 Sekunden, in einer grossen Kirche oder Halle ca. 10 bis 12 sekunden.

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